Wir stellen Ihnen auf dieser Seite alle Informationen zur Verfügung, die Sie im Gespräch mit Ihren Kunden benötigen:
- Wie werden die Beiträge bei der Hallesche zum 01. Mai 2026 angepasst?
- Was sind die konkreten Hintergründe der Beitragsanpassung?
Wie werden die Beiträge bei der Hallesche im Neugeschäft angepasst?
In der freiwilligen Pflegezusatzversicherung nach Tarif OLGA und OLGAflex werden die Beiträge leicht erhöht. In Tarif FÖRDERbar. ist der Anstieg stärker. Zudem steigen in einigen Beihilfetarifen die Beiträge für Kinder und Jugendliche (Tarife CAZ., CSR. und PRIMO.B). Die Beiträge für Erwachsene bleiben stabil. Im Auslandstarif LR.1 erhöht sich der Beitrag für Erwachsene und Kinder. In der Zusatzversicherung steigen die Beiträge in Tarif Krankengeld.plus, im Zahnersatzbaustein von Tarif Dent und im Optionstarif OK.. Im Krankenhaustagegeld (Tarif KH.) können die Beiträge deutlich gesenkt werden. Auch im Bestand steigen die Beiträge für einige Pflegezusatz-, Beihilfe-, und Auslandstarife.
Die neuen Beiträge in der Einzelversicherung finden Sie im PM 1u, die neuen Beiträge der Gruppenversicherung im PM 2u.
Wie ändern sich die Beiträge im Bestand?
Auch im Bestand steigen die Beiträge für einige Pflegezusatz-, Beihilfe-, und Auslandstarife. Im Krankenhaustagegeld kann der Beitrag gesenkt werden. Um die Anpassung im Bestand abzumildern, setzen wir aus Rückstellungen für die Beitragsrückerstattung ca. 13 Mio. € ein.
Was sind die konkreten Hintergründe der Beitragsanpassung in der Krankenversicherung?
Die Krankenversicherungsleistungen der PKV sind im Jahr 2024 deutlich gestiegen – um 10,7 % im Vergleich zum Vorjahr auf insgesamt 36,8 Milliarden Euro. Grund dafür sind vor allem mehr Behandlungen und gestiegene Preise in nahezu allen Versorgungsbereichen.
Ein Grund für steigende Leistungsausgaben ist die weite Verbreitung von chronischen Erkrankungen. In Deutschland leiden 40 Prozent der Erwachsenen an mindestens einer chronischen Krankheit. Besonders häufig sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und chronische Atemwegserkrankungen.
Ein Beispiel für eine chronische Erkrankung ist Typ-2-Diabetes, an dem mittlerweile jährlich rund 450.000 Menschen in Deutschland neu erkranken. Laut Angaben des Robert-Koch-Instituts waren 2022 bereits rund sechs Millionen Menschen betroffen. Neue Prognosen der Forschenden des RKI werden im Jahr 2050 schätzungsweise elf Millionen Menschen beziehungsweise 16,1 Prozent der Menschen an Diabetes Typ 2 erkrankt sein werden. Durch die gestiegene Lebenserwartung haben die Erkrankten eine lange Diabetesdauer und ein hohes Komplikationsrisiko, so die Deutsche Diabetes Gesellschaft. Bedingt dadurch sind die Ausgaben der PKV allein für Diabetesmedikamente innerhalb von fünf Jahren um 56,2 Prozent gestiegen.